Olympiateilnehmer Andreas Behrend neuer Trainer bei den Schwimmfreunden Pegnitz

Für die Schwimmfreunde Pegnitz ist ein ereignis- und erfolgreiches Jahr 2019 zu Ende gegangen. Vorsitzende Susann Bauer dankte Eltern, Sportlern und den Trainern für die geleistete Arbeit, aber auch der Stadt Pegnitz und dem gesamten Team des Cabriosol für die gute Zusammenarbeit.

Darüber hinaus konnte sie bei der Jahreshauptversammlung beeindruckende Zahlen präsentieren. Der Mitgliederstand erreichte 2019 mit 116 einen neuen Rekord, davon kämpfen 44 Schwimmerinnen und Schwimmer aktiv in den Becken um Podestplätze und Bestzeiten. Die beiden Trainer Simone Birnmeyer und Bernd Ducke absolvierten erfolgreich den Lehrgang für die C-Lizenz und sechs neue Kampfrichter nahmen ihr Kampfrichterbuch entgegen.

In 27 Wettkämpfen erreichten die Aktiven bei rund 1100 Einzelstarts 240 erste Plätze, 173 zweite und 121 dritte Plätze. Bei den beiden oberfränkischen Meisterschaften in Bamberg und Hof konnten zudem insgesamt 29 oberfränkische Jahrgangsmeistertitel gefeiert werden. Für einen eher kleinen Schwimmverein sind das herausragende Werte.

Allerdings bringt diese hohe Anzahl aktiver Schwimmer auch mit sich, dass große Summen an Meldegeldern gezahlt werden müssen. Bei einem Durchschnittswert von fünf Euro pro Start kamen im vergangenen Jahr allein hier mehr als 5300 Euro zusammen. Hinzu kommen noch jährlich wiederkehrende Kosten für Jahreslizenzen und Verbandsgebühren.

Um dies abzufedern, beschlossen die Mitglieder einstimmig die Einführung eines Wettkampfjahresbeitrages für aktive Schwimmerinnen und Schwimmer. Mitglieder der ersten Mannschaft zahlen künftig zusätzlich zum Mitgliedsbeitrag 100 Euro, 80 Euro werden für Schwimmer der zweiten Mannschaft fällig, für Mitglieder der dritten und vierten Mannschaft sind es 60 und 40 Euro. Die Masters zahlen künftig ebenfalls 100 Euro. Dies seien im Vergleich zu anderen Vereinen aus der Umgebung moderate Aktivenbeiträge, erläuterte der zweite Vorsitzende Bernd Gnan.

Nach dem berufsbedingten Ausscheiden von Trainer Constantin Bleimüller ist es den Verantwortlichen der Schwimmfreunde gelungen, mit dem ehemaligen Weltklasse-Schwimmer Andreas Behrend einen mehr als adäquaten Nachfolger für den Verein gewinnen zu können.

Der 1963 in Berlin geborene, aber einige Jahre in Pegnitz aufgewachsene Behrend wurde bei den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles vierter mit der Lagenstaffel, erreichte das Finale über 100 Meter Schmetterling und wurde 1979 und 1980 jeweils deutscher Meister in dieser Disziplin. Von 1996 bis 2008 war er Cheftrainer der SSG Rödermark und ist heute als Physiotherapeut in Pegnitz tätig.

Andreas Behrend hat auch klare Ziele, wohin es für die Aktiven der Schwimmfreunde gehen soll. „Natürlich betreiben wir hier keinen Hochleistungssport, aber leistungsorientierten Breitensport. Ich möchte zusammen mit den Verantwortlichen Strukturen aufbauen die es den Schwimmerinnen und Schwimmern ermöglichen, ihr gesamtes Leistungspotential ausschöpfen zu können“. Damit dies auch funktioniert und die zu leistende Arbeit auf mehrere Schultern verteilt werden kann, wählten die Mitglieder daher mit Eva Reichel, Gerhard String und Claudia Sand erstmals drei Beisitzer in den Vorstand.

Ab 29. Februar bieten die Schwimmfreunde unter Leitung von Bernd Ducke Schwimmkurse an. Im modularen Aufbau werden die Kurse „Wassergewöhnung für Kinder“, „Schwimmen lernen“ und „Schwimmen können“ angeboten.